Diese 10 Grafiken zeigen dir, dass Zürich die wichtigste Stadt der Schweiz ist

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Am 4. März 2018 finden in der Stadt Zürich Wahlen statt. Wie wichtig sind diese Wahlen im Schweizer Vergleich? Diese zehn Grafiken zeigen dir, dass Zürich wohl die wichtigste Stadt der Schweiz bleiben wird und wie wertvoll dementsprechend deine Stimme ist!

Als Stadtzürcher*in solltest du wirklich wählen gehen. Die Leute, die du wählst oder nicht wählst, werden mehr Macht haben als die meisten anderen gewählten Politiker in der Schweiz. Entsprechend wertvoll ist deine Stimme. Diese zehn Grafiken beweisen es dir.

1. Jede*r Zürcher*in leistet jedes Jahr Arbeit im Wert von durchschnittlich 175’000 CHF

Die Stadt Zürich ist wohl mit Abstand das grösste Wertschöpfungs-Schiff im Schweizer Hafen. 2014 hatte die Stadt Zürich eine Wertschöpfung von 69 Milliarden Franken (siehe BIP). Damit leistet sie wirtschaftlich mehr als die meisten Kantone der Schweiz – nur unser eigener Kanton (138 Mrd. CHF) und der Kanton Bern (77 Mrd. CHF) liegen weiter vorne. Bei der Wertschöpfung pro Kopf steht die Stadt Zürich sogar an der Spitze mit durchschnittlich 175’000 Franken – vor den Kantonen Basel-Stadt (163 Tsd. CHF) und Zug (149 Tsd. CHF).

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2. Unsere Stadt nimmt mehr Steuern ein als die meisten Kantone

Die Stadt Zürich erzielte 2015 Steuereinnahmen von über 2.5 Milliarden Franken. Das ist ein ordentlicher Batzen. Denn nur wiederum unser eigener Kanton und die Kantone Genf, Waadt, Bern und Basel-Stadt hatten im selben Jahr höhere Steuereinnahmen – die übrigen 21 Kantone hatten weniger. Pro Kopf sind das 6’600 Schweizer Franken. Mit diesem Wert liegt die Stadt Zürich nur gerade hinter den Kantonen Basel-Stadt, Genf und Waadt. Diejenigen, die von uns gewählt werden, verwalten dementsprechend mehr Geld als die meisten anderen Gemeinden und Kantone in der Schweiz.

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3. Wir investieren mehr in Infrastruktur als die Städte Basel, Bern und Genf zusammen

2015 wurde jeder 10. Franken, der für öffentliche Bauten investiert wurde, in der Stadt Zürich ausgegeben. Mit 520 Millionen Franken wurde am meisten in die Infrastruktur investiert: Strom, Strassen, Entsorgung und so weiter. Alles in allem waren es fast 1.7 Milliarden Franken. Die Stadt Zürich liegt unter den Gemeinden auf dem ersten Platz, mit mehr Bauinvestitionen als die Plätze zwei bis vier zusammen (Basel: 643 Mio. CHF, Bern: 585 Mio. CHF und Genf 415 Mio. CHF).

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4. Jede*r 10. Beschäftigte arbeitet in unserer Stadt

Jede 10. Person, die in der Schweiz beschäftigt ist, arbeitet in der Stadt Zürich. Das sind fast so viele wie in den Städten Basel, Bern und Genf zusammen. Oder in einem anderen Vergleich: In der Stadt Zürich sind mehr Personen beschäftigt als in der gesamten Ostschweiz. Konkret zählt die Stadt Zürich 468’635 Beschäftigte bei einer ständigen Wohnbevölkerung von 396’955 (Stand: 2015). Fast jede*r 10. der Beschäftigten in der Stadt Zürich arbeitet wiederum in der Bankenbranche (2014: 41’159 VZÄ). Es lohnt sich deshalb, einen genaueren Blick auf diese Branche zu werfen.

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5. Unsere Stadt verwaltet fast zwei Drittel des Schweizer Vermögens

Wir erzielen nicht nur viel Wertschöpfung und zahlen viel Steuern, wir verwalten auch 60.6 Prozent des in der Schweiz liegenden Vermögens (Stand 2015). Die Stadt Zürich, insbesondere deren Finanzplatz, ist – ob wir es nun wollen oder nicht – ziemlich wichtig für die Volkswirtschaft Schweiz. Was hier entschieden wird, hat weit über die Stadtgrenzen hinaus Einfluss.

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6. Wir sind im Tourismus on top – aber Opfikon hat eine bessere Bettenauslastung

Auch in Sachen Hotellerie ist die Stadt Zürich schweizweit zumindest bei den Anzahl Betten mit fast 14’000 ungeschlagen. Bei der prozentualen, durchschnittlichen Auslastung 2016 muss sich Zürich jedoch unter anderem gegen Opfikon (ca. 3’000 Betten) geschlagen geben. Während Zürich nur 58 Prozent der Betten füllen kann, ist Opfikon mit 62 Prozent schweizweit ungeschlagen. Was so ein Flughafen alles ausmacht.

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7. Bei uns leben mehr Arbeitslose als in der durchschnittlichen Restschweiz

Wir können nicht immer gewinnen. 2016 lag die durchschnittliche Arbeitslosenquote der Stadt Zürich bei 4.1 Prozent – 0.4 Prozent über dem Kantonsmittel und 1.2 Prozent über dem Schweizer Mittelwert. Aber seien wir ehrlich: Das ist nicht besonders viel. Insbesondere wenn man jene abzieht, die sich gerade eine Auszeit gönnen und/oder sich kreativ verwirklichen wollen.

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8. Unsere Stadt scheint als Wohnort nicht so beliebt zu sein, wie du denkst

Letztes Jahr sind über 33’782 Personen in die Stadt Zürich gezogen, während es 27’239 wieder wegzog. Spannend zu sehen ist, dass ein Grossteil dieser Mobilität innerhalb des Kantons stattfindet. Überraschend dabei: Es ziehen deutlich mehr Personen aus der Stadt in eine andere Zürcher Gemeinde (13’942), als dass Personen aus jenen Gemeinden in die Stadt ziehen (10’149) – netto haben wir auf diese Weise 3’793 Personen an andere Zürcher Gemeinden «verloren». Es ziehen aber immer noch deutlich mehr Leute aus der ganzen Schweiz in die Stadt, als dass sie aus der Stadt in andere Kantone ziehen – Zürich bleibt ein beliebter Ort zum Wohnen.

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9. An der Uni Züri studieren deutlich weniger Zürcher*innen als Nicht-Zürcher*innen

Mit der ETH Zürich und der Uni Zürich beherbergt unsere schöne Stadt die zwei grössten universitären Hochschulen der Schweiz. In der ETH studierten 2016 über 19’000 Studierende, während an der Uni Zürich über 26’000 Studierende eingeschrieben waren. Die Studierenden kommen von überall. Die meisten von ausserhalb des Kantons: An der ETH stammen 19 Prozent der Studierenden aus dem Kanton Zürich, während 47 Prozent aus der restlichen Schweiz hinzu gereist sind. An der Universität Zürich ist das Verhältnis ein wenig ausgeglichener: 38 Prozent kantonseigene Studierende stehen 44 Prozent ausserkantonalen gegenüber. Das schlägt sich auch in den Finanzen nieder. Damit Bürger*innen anderer Kantone an der Uni Zürich studieren dürfen, haben die deren Heimatkantone 2016 fast 11 Prozent des Aufwands der Uni bezahlt.

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10. Unsere Stadt bleibt jung

Die Stadt Zürich ist jung geblieben. 17.8 Prozent der Bewohner sind zwischen 15- bis 24-Jährig – damit liegt Zürich genau im Schweizer Mittelwert. Fast ein Drittel der Zürcher*innen ist zwischen 30 und 44 Jahre alt. Gerade mal drei Gemeinden haben hier einen höheren Wert. Rumendingen (33.3%), Prévondavaux (30.4%) und Rossenges (30%). In zwei Dritteln der Gemeinden gibt es mehr Einwohner*innen über 60 Jahre als in Zürich, wo es gerade Mal 20 Prozent (Schweizer Durchschnitt: 23.8%) sind. Nun sind wir ein junges Stadtvolk – aber wählen wir Jungen auch? Die Antwort wird dich nicht überraschen.

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10 1/2. Wahlbeteiligung

Es ist keine Überraschung: Je älter die/der Wahlberechtigte, desto eher geht sie/er wählen. Aber immerhin gingen in der Stadt Zürich bei den Erneuerungswahlen für Gemeinde- und Stadtrat 2014 über 40 Prozent der Wahlberechtigten im Alter zwischen 18 und 29 Jahren wählen.

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Datenquellen: Bundesamt für Statistik, Statistisches Amt der Stadt Zürich, Konferenz der kantonalen Finanzdirektorinnen und Finanzdirektoren, Staatssekretariat für Wirtschaft SECO

Dieser Artikel ist bereits am 26.09.2017 auf Tsüri.ch erschienen.


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